Person Detail

1657
P. Johann Baptist (Josef Anton) Stöcklin von Bremgarten
Geburtsjahr: 1791  |   Todesjahr: 1859


Professbuch:
Band B, Nr. 523
Kapitel: 14. Professen unter Abt Konrad Tanner 1808-25.
P. Johann Baptist (Josef Anton) Stöcklin von Bremgarten
Professjahr: 1810

Professbuchtext:
P. Johann Baptist (Josef Anton) Stöcklin von Bremgarten. Geboren den 11. Dezember 1791 als Sohn des Kaspar Leonz Stöcklin (dessen Porträt sich in den Stiftssammlungen befindet) und der Maria Anna Senn. Profeß 17. Juni 1810. Priester 25. März, Primiz 9. April 1815.
Von 1815-26 lehrte er an der Klosterschule. Seit 1821 war er bis 1824 Kustos und zugleich seit dem 11. November 1821-25 Katechet in Groß. Den 27. November 1824 wurde er zum Rektor der Schule in Schwyz ernannt, mußte aber nie hin, da die diesbezüglichen Pläne nicht zur Ausführung kamen548. Mitte Juni 1828 suchte er mit P.Robert das Bad Pfäfers auf. Da er fortwährend kränklich war, kam er den 13. April 1830 als Coadjutor nach Fahr, von wo er Ende Oktober 1836, als Aarau die Verwaltung übernahm, fliehen mußte, um der Verhaftung zu entgehen. Bis 1838 war er ein zweites Mal Kustos, um dann am 3. September neuerdings nach Fahr zu gehen. Von hier mußte er anfangs Februar 1841, als das Kloster aufgehoben wurde, fort. Vom 4. März 1841-46 war er sodann Beichtiger in Münsterlingen. 1846 wurde er Propst in St. Gerold, von da kam er 1851 heim. Bis 1854 war er Präfekt der Glaubensverbreitung, dann kam er am 27. September 1854 ad interim als Beichtiger nach Frauenthal und von da am 20. November 1856 nach Fahr, wo er den 17. Oktober 1859 starb, nachdem er schon ein Jahr lang durch einen Schlagfluß gelähmt gewesen war. «Er war von mittlerer Leibesgrösse, von ziemlich festem Körperbau und blühendem Aussehen. Er liebte die Wissenschaften und war selbst ein gebildeter Mann und eines edlen, selbstständigen Charakters. Er hatte ein grosses Sprachentalent.»549

Schriften: a) Gedruckte:
Lateinische Grammatik mit geeigneten, sowohl lateinischen als deutschen Uebungen; zum Gebrauche der Schulen. Von einigen Capitularen des hochw. Stiftes Einsiedeln. Dritte, neu bearbeitete Auflage. II. Bd. Einsiedeln, gedruckt und im Verlag bei Joseph Thomas Kälin. 1831. 8 °. 346 Seiten und Wörterbuch 100 Seiten. (Mit P. Benedikt Müller arbeitete er an dieser Ausgabe.)
b) Ungedruckte:
1. Schulschriften über Mathematik. (Bruchrechnen.) 8 °. Unpag. ME 331.
2. De physica Tractatus auctore P. Raphaele Genhart.- Grundzüge einer Theorie vom Weltengebäude von P. Raphacl Genhart. 8 °. 107 u. 124 S. Unpag. M E 310.
3. Theses theologicae. Ethica christiana. Theses ex Theologia et Morali. Pentateuchus et Introductio in Libros Veteris et Novi Testamenti. 8 °. Unpag. ME 311. (Dictiert von P. Raphael Genhart.)
Die Nachtwachen des heiligen Augustinus, Bischof von Hippon, von dem Priester J. D. Giulio, übersetzt von P. J. B. St. (Venedig durch Cajetan Martini.) 1811. 8». 174 S. M E 254.
5. Auszug aus der Schweizer Geschichte, von den ältesten Zeiten bis 1819. 8 °. Unpag. Mscr. ohne Sign.
6. Umständlicher Bericht von dem Uebergang über die Limmat, bewerkstelligt den 25. September 1799. Herausgegeben von Dedon dem altern, Brigadechef der Artillerie. Aus dem Französischen übersetzt von P. J. B. St. 1831. 8”. 152 S. Mscr. 586 (555). 2 Bde.
7. Tagebuch des Spitalpfarrers in Münsterlingen (Klostergeschichte) 1841-50. (Verzeichnis der Kranken.) 8 °. Unpag. M E 271.
8. Das grosse Trictrac und Karten-Spiele. 8 °. Unpag. In Varia. M E 337, 14.
9. Tagebuch des Spitalpfarramtes zu Münsterlingen 1841 bis 1846. 8 °. 355 S. Archiv ohne Sign.
10. Tagebuch etc. resp. Notizen zur Geschichte des Kantonsspitals (und Klosters) in Münsterlingen. 8 °. 128 S. Archiv ohne Sign.
11. Diarium der Kustorei 1819-42. 15 Oktavhefte. Archiv A.HB 111.
12. Diarium. I. 13. VI. 1838 bis 15. I. 1841. 240 S. - II. 1.1. bis 4. III. 1841. 48 S. - III. 1841-46. Unpag. - IV. 1846-47. Unpag. - V. 1854-56. Unpag. - VI. 1856-59. Unp., ungebunden in einzelnen Heftchen. Archiv A. HB (1) 3 a.
13. Beiträge zur Geschichte der Aargauischen Verwaltung des Gotteshauses Fahr. 1836. Fol. 186 S. Archiv D. PD 37 a.
14. Diarium der grossen Engelweihe 1834. A. QE 14.
15. Custory. Agenda et ca. 1835. Fol. 67 S. Beichtigerei Fahr.

Letzte Aktualisierung: 03.10.2018 – Impressum
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